Übersicht anzeigenTuesday, 25. September 2007

Finale in Finnland



Für Mark Wallenwein und Stefan Kopczyk ging es vom 21.-22. September nochmals beim Finale in der finnischen Rallyemeisterschaft zur Sache. Mit ihrem "Liqui Moly" Suzuki Ignis Sport starten sie bei der Vaakuna Ralli Mikkeli in der Standard 1600 Klasse und konnten dabei mit zwei Klassenbestzeiten ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig unterstreichen.

 

Mark und Stefan reisten bereits zum dritten Mal in diesem Jahr nach Finnland. Nach dem Schneeauftakt in Nilsiä, dem WM-Auftritt bei der Neste Rallye Finnland sollte die Vaakuna Rallye den finnischen Saisonabschluss bilden. Bereits nach dem Abfahren der sechs unterschiedlichen WPs am Freitag, waren die beiden sichtlich beeindruckt. "Wir hätten eigentlich geglaubt, dass wir bei der Finnland Rallye die schnellsten Schotter-WPs überhaupt gesehen hätten. Aber hier gibt es zwei Prüfungen, die wohl nochmal eins drauf setzen, was die zu erwartenden Durchschnittsgeschwindigkeiten betrifft", beschreibt Mark seine Eindrücke nach dem "Recce".

 

Nachdem das Suzuki Team beim WM-Lauf die oberste Priorität auf die Zielankunft gelegt hatte, sollte es diesmal um eine ansatzweise Standortbestimmung gehen. Kontrolliert aber zügig ging man die ganze Sache an. Auf der vierten Wertungsprüfung konnten sich die beiden dann aus eigener Kraft sogar ihre erste WP-Klassenbestzeit bei einem finnischen Meisterschaftslauf notieren lassen. Das gleiche "Kunststück" gelang dann nochmals auf den folgenden 19,5 Kilometern der fünften WP. Hier konnte sie das meisterschaftsführende und im Allgemeinen als Messlatte geltende Team Markku Suvanto / Matti Laulumaa auf VW Golf IV sogar um 15 Sekunden schlagen.

 

Wallenwein/Kopczyk befanden sich bei noch zwei ausstehenden Prüfungen mit ca. 20 Sekunden Rückstand auf die Spitze auf Platz 2 in der Klassenwertung. Die mit 29,10 Kilometern sowohl längste als auch schnellste WP des Tages stand zu diesem Zeitpunkt noch aus. Bis Kilometer 17 lief auch hier alles nach Plan. Doch dann verließ die beiden kurzfristig das "Glück". "Wir haben uns in einer mittelschnellen Linkskurve eingedreht und in der Kurveninnenseite die Böschung berührt. Das Auto hat sich aufgestellt und wir sind aufs Dach gekippt", schildert Mark das dann folgende Szenario. Doch zum Wohle der Deutschen Youngster haben die helfenden Hände finnischer Zuschauer das Auto wieder auf die Räder gestellt. Der Schaden hielt sich in Grenzen. Mit einigem Zeitverlust konnten sie ihre Fahrt jedoch fortsetzen und auch die letzte WP des Tages noch beenden.

 

Schließlich und letztendlich erreichte das von Hytönen Racing betreute Suzuki Duo sogar noch den dritten Platz in der Klasse V6 und durften sich bei der abendlichen Siegerehrung im Sokos-Hotel Vaakuna im Kreise der arrivierten Stars feiern lassen.

 

"Das heutige Rennen und die ganzen Rahmenbedingungen machen Lust auf mehr. Wir hoffen, wir können auch im nächsten Jahr den einen oder anderen Lauf oder sogar die ganze finnische Meisterschaft bestreiten".

 

Das die finnische Meisterschaft zu einer der stärksten und populärsten nationalen Meisterschaften gehört, konnten die beiden Württembergischen Youngster gleich in vielerlei Hinsicht spüren. Neben den ultraschnellen und anspruchsvollen mit Kuppen und Sprüngen gespickten WPs durch die finnischen Wälder setzen die Finnischen Organisatoren besonders im Thema Medienberichterstattung die Messlatte hoch. Auf einer großen Videoleinwand im Service-Park werden die Zuschauer mit Live-Bildern aus den Rallyeautos und Live-Interviews der Fahrer am WP-Ende unterhalten. Noch am gleichen Tag erfolgt zur besten Sendezeit eine 30-Minütige Zusammenfassung der Rallye.